1. März

In Memoriam

Prof. Jan Sokol war vom 1998 bis 2017 Mitglied im Kuratorium der Brücke/Most-Stiftung. Er hat sich wie alle Mitglieder des Kuratoriums als „Brückenbauer“ zwischen Tschechen und Deutschen verstanden. Er war ein Brückenbauer, der in den 1990-er Jahren den damals umstrittenen Weg der Stiftung über die Brücke entscheidend mitbestimmt hat, nämlich für die Verständigung und Versöhnung zwischen Tschechen und Deutschen ohne Vorbehalte und Vorbedingungen zu arbeiten, zugleich in Kenntnis der historischen Vorbelastungen. Überzeugend und beeindruckend war Jan Sokols historisch-philosophische Begründung dieses Weges. Mit Geduld, Gelassenheit und Empathie vertrat er seine Positionen in zahlreichen Veranstaltungen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage. Wer wie er den Mut hatte, die Charta 77 zu unterzeichnen, der stand auf festem moralischen Grund.

Ich bin froh und glücklich, mit Jan Sokol einen Weggefährten erlebt zu haben, der mir die Zweifel über die Richtigkeit des gemeinsamen Weges genommen und zum Ansehen der Brücke/Most-Stiftung in den deutsch-tschechischen Beziehungen maßgeblich beigetragen hat.

Prof. Dr. Helmut Köser

Gründer und Vorstandsvorsitzender der Brücke/Most-Stiftung

18. Februar

Veranstaltungsreihe am 9. und 23. März / 25. Mai 2021

Staatliche Repressionen gegen Jugendliche in der DDR. Verfolgung von unangepasstem Verhalten und politischem Protest Jugendlicher“

In unserer Online-Veranstaltungsreihe gemeinsam mit der Gedenkstätte GJWH und dem DIZ Torgau werden wir dieses Mal die Betroffenen Alexander Müller und Geralf Pochop ausführlicher zu Wort kommen lassen. Am 25. Mai beenden wir die Reihe mit einer Gesprächsrunde mit der Leipziger Fotografin Christiane Eisler und der Politikwissenschaftlerin Dr. Steffi Lehmann.

Zugänge zu den Veranstaltungen erfahren Sie hier auf unserer Web- bzw. auf unserer Facebookseite und auf den Webseiten der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof und Dokumentations- und Informationszentrums (DIZ) Torgau der Stiftung Sächsische Gedenkstätten

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18. Februar

Umerziehung - Ein Zeitzeuge berichtet --- 9. März 2021 / 18 - 19:30 Uhr

Erste Veranstaltung der Veranstaltungsreihe "Staatliche Repressionen gegen Jugendliche in der DDR" (online)

Unangepasste oder verhaltensauffällige Jugendliche galten in der DDR schnell als schwererziehbar und konnten in sogenannte Spezialheime zur Umerziehung eingewiesen werden. Endstation in diesem System war der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau. Was waren Gründe für die Einweisung und wie gestaltete sich der Alltag für die Jugendlichen in der Disziplinierungseinrichtung? Darüber kommen wir in der Veranstaltung #1 am 09.03.2021 mit Alexander Müller ins Gespräch, der ab dem 11. Lebensjahr verschiedene DDR-Heimeinrichtungen durchlaufen musste, so auch zweimal den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau.

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18. Februar

Ghetto und KZ Theresienstadt - Virtuelle Führung durch die Große Festung am --- 16. März 2021 um 16:30 Uhr

eine mögliche Alternative eines Gedenkstättenbesuches in Terezín für Jugendgruppen

Jannis und Tobias, die beiden Freiwilligen von ASF und Gedenkdienst in der Gedenkstätte Terezín/Theresienstadt haben eine digitale Führung ausgearbeitet und wollen uns diese vorstellen. Die Führung dauert etwa 90 Minuten.

Die virtuelle Führung orientiert sich grob an der klassischen Führung durch die Große Festung Theresienstadts und gibt den Teilnehmer_innen einen (ersten) Einblick in die Geschichte des Ghettos. Sie greifen dabei auf neu erstellte 3D-Scans der Stadt und verschiedene historische Quellen zurück, um einen Rundgang durch Theresienstadt zu simulieren.

Die Veranstaltung wird auf Initiative des Fördervereins Jugendbegenungen Terezín/Theresienstadt in Dresden durchgeführt.

Hier sind die ZOOM-Zugangsdaten für unsere Führung:

Meeting-ID: 862 3304 6928 / Kenncode: 908070

17. Februar

Inhaftierung - Ein Zeitzeuge berichtet. --- 23. März 2021 / 18 - 19:30 Uhr

Zweite Veranstaltung der Veranstaltungsreihe "Staatliche Repressionen gegen Jugendliche in der DDR" (online)

In Torgau existierte über viele Jahre ein Jugendgefängnis der DDR. Jugendliche waren dort auch aus politischen Gründen inhaftiert. Sie hatten Widerstand gegen die politische Unfreiheit in der DDR geleistet, hatten gegen den Mauerbau protestiert oder sie gehörten einer verfolgten Jugendkultur an. Bei der Veranstaltung #2 am 23.03.2021 mit Geralf Pochop kommt ein Betroffener zu Wort, der in seiner Jugendzeit zur Punkszene der DDR gehörte und deshalb in Halle an der Saale in Haft geriet. Darüber hinaus werden die Geschichte des Jugendgefängnisses in Torgau und die tagtäglichen Haftbedingungen für Jugendliche vorgestellt. Die Umerziehung zu „entwickelten sozialistischen Persönlichkeiten“ stand auch im Jugendstrafvollzug der DDR im Mittelpunkt.

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18. Januar

Winterzeit – schöne Zeit!

Das Team der Brücke/Most-Stiftung ist auch weiterhin für Sie da, plant und

entwickelt ihre Projekte weiter. Wir freuen uns auf spannende Begegnungen,

die hoffentlich bald wieder möglich sein werden!

Wir sind zuversichtlich, bleiben Sie es auch!

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