Termine

25. – 28. September 2016

Raus aus dem Erinnerungszentrismus! Historische Bildung in der Migrationsgesellschaft

Migration bewegt historisch-politische Bildung in Deutschland. Sie macht es erforderlich, nationalstaatliche Erinnerungsnarrative kritisch in den Blick zu nehmen und die Diversität von Haltungen, Perspektiven und Beziehungen zur Geschichte und den Folgen von Gewaltherrschaft aufzuschließen.

Wir fragen danach, wie Geschichtsbeziehungen artikuliert werden können, ohne dass eine Festlegung auf nationale Identität erfolgen muss. Gemeinsam wollen wir die Grundlage schaffen, um insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern Konzepte zu entwickeln, die vielfältiger Zugehörigkeiten, Migrationen und Globalisierungen gerecht werden.

Wir möchten machtreflexive Perspektiven auf die Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft Deutschland stärken, in der politisch-historischen Bildungsarbeit an eine kritische Migrationsforschung anknüpfen und sie an der rassismuskritischen Migrationspädagogik ausrichten

_Wir sprechen Entstehungsmomente rassistischer Ordnungssysteme und deren Wandlungen und Kontinuitäten bis in die Gegenwart an und thematisieren verschiedene Funktionsweisen und Verankerungsebenen von Rassismus in Deutschland heute.

_Wir thematisieren Umgangsformen mit Migration in Deutschland, hinterfragen wirksame Zugehörigkeitsordnungen und machtvolle Strukturen des Unterscheidens und wie diese auch in den Räumen politisch-historischer Bildung tradiert werden.

_Wir stellen unterschiedliche pädagogische Ansätze vor, nehmen diese kritisch in Betracht und nähern uns den migrationspädagogischen Perspektiven an. An Praxisbeispiele der Teilnehmenden anknüpfend, reflektieren wir Beziehungs- und Handlungsgrundsätze im Umgang mit migrationsbedingter Pluralität in der Bildungs- und der Gedenkstättenarbeit.

In Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft politisch-kulturelle Bildung und dem Treibhaus e.V. Döbeln. Team:

Anna Nikolenko (LAG pokuBi Sachsen e. V.), Ely Almeida-Rist (LAG pokuBi Sachsen e. V.), Sophie Spitzner (Treibhaus e.V.), Susanne Gärtner (Brücke/Most-Stiftung); Co-Trainerin: Lilli Gaus (LAG pokuBi Sachsen e. V.).

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe Raus aus dem Reagieren! Praxisworkshops für ein Engagement unter anderen gesellschaftlichen Vorzeichen statt - einem Projekt im Rahmen des Modellprojektes Geschichte konkret Erfahren. Sie wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung, die Interkulturellen Tage und den LHP der Stadt Dresden.

Anmeldung: bis 05.09.2016

Ort: Brücke/Most-Zentrum Dresden

Uhrzeit: 16:00

Kontaktperson: Susanne Gärtner

Hinweis: inkl. VP/Ü

Teilnehmergebühren: 40,00 € bis 130,00 € nach Selbsteinschätzung

Zielgruppe: Multiplikator/innen politischer und historischer Bildungsarbeit

Download: Raus-aus-dem-Erinnerungszentrismus_Flyer.pdf

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